Ein ernstes Wort an die Leser, die diesen Artikel hier aufrufen:
Das Problem, das zu diesem Logo unten geführt hat, ist ein tiefes Kommunikationsproblem, das die Designer haben in der “normalen” Wirtschaft und in Kommunen:
Auftraggeber sind immer mehr esoterisch unterwegs und können zielgerichtetes Design, das kommuniziert, nicht von freier Kunst unterscheiden. Sie kennen den Punkt nicht, auf den es ankommt.
Und Designer vermitteln es nicht.
Können es nicht oder verstehen nicht, wo es hakt.
Statt dessen lecken sie sich wahlweise beleidigt ihre Wunden (ist ja auch wirklich ein Desaster) oder werden spöttisch bis zur Satire (was sehr unterhaltsam ist, ich liebe es ja selbst).,
Nur bringt es niemanden weiter.
Der Kracher.
Wer hat die Verantwortlichen beraten? Wer war da in der Jury?
Diskussionen verfolgen auf:
http://www.fontblog.de/ist-cottbus-noch-zu-helfen
http://www.fontblog.de/cottbus-sucht-wort-bildmarke
Aufklärung
Das haben die Erdenker des Logos sich gedacht:
http://www.cga-verlag.de/2009/090118logo_cottbus.pdf
Quelle: http://www.cga-verlag.de/
Zitat/Anreißer: Wer wars?
Meiner Meinung nach sind die Entwerfer voll in die Esoterikfalle und in die Falle der typischen Sicht von Innen getappt: Kein außenstehender Mensch erahnt, dass mit dem Grünverläufen ausgerechnet der berühmte Park von Fürst Pückler versymbolisiert werden soll. Dass wissen tief in ihrem Inneren nur die Ersteller, denn es kann sonstwas sein: eine Wiese, oder der Kopf von E. T., wenn es ihm schlecht wird. Das ist der Kasus Knacktus: Ein Logo muss außen kommunizieren, zu Leuten, die das Grün verständlicherweise nicht sofort mit dem Fürst Pückler Park in Verbindung bringen, nicht innen zu "Insidern", die sich das so zusammengesponnen haben.
Ein Logo ist eines nicht: Kunst. Sondern muss auf den Punkt kommen. Jeder Anflug Nichtverstehen oder von negativer Assoziation des frisch dazu gekommenen Betrachters ist ein Grund für den professionellen Gestalter und professionellen Marketer, ein Logo - zum Beispiel dieses - sofort auszusortieren.
Entschuldbar ist das nicht, hoffentlich kann's wenigstens der Grafiker irgendwie zurechterklären. Dann wäre dieses... dieses Dings, dieses "Logo" zumindest in der Gegend von Kunst anzusiedeln, auch wenn Logos da nicht wohnen sollten.
Hätten sie nicht was in Schwarz-Weiß-Rot machen und sich dann rausreden können, das wären die Farben von Fürst-Pückler-Eis? Kein Wunder, dass in der Gegend bloß noch Leute wohnen, die wirklich nicht mehr transportfähig sind.
Kommentiert von: Wolf | Donnerstag, 15. Januar 2009 um 23:45 Uhr
Du, das waren keine Grafiker. Sie sind im Zeitungsartikel mit Namen genannt, sie haben irgendwelche anderen Berufe. Man kann's mit Bürgernähe und Basisdemokratie auch zu weit treiben. Vor allem, weil das Ding 8000,00 Euro kostet (steht so in der Preisausschreibung drin). Da hätte man zwei oder drei (!) ordentliche Grafikstudios aus Cottbus daransetzen können. Und hätte sofort was für die Wirtschaftsentwicklung getan.
Danke für den mitdenkenden Vorschlag. Formal kann man jedoch nichts retten. Da war das Briefing mit Fürst Pückler und der Energie Cottbus schon krank. Endergebnissen sieht man immer an, ob das Briefing in Ordnung oder krank war.
Kommentiert von: Vroni Gräbel | Freitag, 16. Januar 2009 um 00:43 Uhr
"Ein treffendes Marken-Logo". Na gut, die letzten Berufe in der Stadt werden wohl die sein, die öfter mal auf einen Fladen erbrochener Nachspeise treffen. So gesehen ist es eigentlich stimmig...
Kommentiert von: Wolf | Freitag, 16. Januar 2009 um 01:22 Uhr
Kunst?
erinnert doch links im Logo an Guernica von Picasso.
Also doch Kunst ?
aber in Cottbus ?
Kommentiert von: Lapidarium42 | Mittwoch, 21. Januar 2009 um 21:50 Uhr